Abenteuer Ahnenforschung – auf den Spuren der Bernbeck
Am Anfang stand eine einfache Frage: Woher kommt meine Familie? Ich wollte wissen, wer meine Vorfahren waren, wo sie lebten und welche Geschichten sich hinter dem Namen Bernbeck verbergen. Aus dieser Neugier wurde eine lange Suche durch Kirchenbücher, Archivverzeichnisse, digitalisierte Urkunden und alte Geschichtswerke – und schließlich eine Reise, die mich viel weiter in die Vergangenheit führte, als ich erwartet hatte.
Zunächst begegneten mir Menschen aus dem ländlichen Oberbayern: Familien in Güntersdorf, Schweitenkirchen, Walterskirchen und Hohenbuch, Hofbesitzer, Häusler und ein Bergmann. Ein Taufeintrag führte zum nächsten Namen, ein Ehevertrag zu einem anderen Hof. Manchmal fehlte genau die Seite, die ich gebraucht hätte. Manchmal brachte ein unscheinbarer Eintrag die Suche wieder in Bewegung.
Dann tauchten in älteren Quellen Namen wie Pernpeck, Pernspeck, Pernbeck und Bernböck auf. Ich stieß auf eine Familie im Dienst der Frauenberger zu Haag, auf Pfleger in Dingolfing und Ried, auf einen Passauer Dompropst und auf Grabdenkmäler in Gars, Passau und Engelszell. Plötzlich ging es um mittelalterliche Landtage, die Pflege der Burg Krempelstein und eine Urkunde von 1495, die Georg Pernpeck und seinen gleichnamigen Sohn ausdrücklich nennt.
Besonders spannend wurden die kleinen Details: ein halber Bär im Wappen, die auffällige Zeichnung einer Rose oder eine Katze mit einem Beutetier im Maul. Auch ein einzelner Buchstabe konnte eine neue Spur eröffnen. Und manches vermeintlich sichere Datum erwies sich beim Weiterlesen als fragwürdig. Ahnenforschung ist manchmal Detektivarbeit mit ziemlich widerspenstigen Zeugen – sie schreiben unleserlich und lassen sich seit Jahrhunderten nicht mehr befragen.
Bei aller Begeisterung bleibt eine entscheidende Frage offen: Wie hängen die älteren Pernpeck mit meiner späteren Bernbeck-Linie zusammen? Die Verbindung ist noch nicht durch eine lückenlose Stammfolge bewiesen. Ich möchte deshalb weder aus Namensähnlichkeiten Vorfahren machen noch aus einer schönen Vermutung eine Tatsache. Gerade die noch fehlenden Verbindungen machen die Suche spannend.
Diese Seite zeigt, was bisher zusammengetragen wurde: Menschen, Orte, Ämter, Wappen und die Quellen dahinter. Sie ist keine abgeschlossene Familiengeschichte, sondern ein Forschungsstand, der mit jedem Fund wachsen und sich auch korrigieren darf. Vielleicht entdeckt jemand darin einen vertrauten Namen, einen Hof oder einen Hinweis, der das nächste fehlende Stück liefert.
Frank Bernbeck
Und nun zu den Fakten: Die folgende Chronologie führt durch die bislang gefundenen Belege. Gesicherte Angaben, wahrscheinliche Zusammenhänge und offene Fragen sind jeweils gekennzeichnet; Quellenlinks und Abbildungen machen die Recherche nachvollziehbar. Zur Chronologie und den Belegen →
Chronologie der älteren Namensträger
Die vorhandenen Belege sind direkt den Einträgen zugeordnet. Ein Link auf einen Forschungsaufsatz, ein Register oder ein Repositorium ist als solcher bezeichnet und ersetzt keinen geprüften Originalscan. Wo eine genaue Fundstelle fehlt, bleibt dies ausdrücklich vermerkt.
| Zeit | Name | Beleg und Einordnung | Status | Quellen direkt öffnen |
|---|---|---|---|---|
| 1125 | Sigboto de Pernpach | Freier Salmann. Birnbach beim Pernpeckhof nahe Haag ist nach Janker der beste Ortskandidat; genealogische Verbindung zu den späteren Pernpeck nicht bewiesen. | Ort plausibel; Stammfolge offen | Janker: Grafschaft Haag, S. 254–257 (Repositorium; keine direkte Buchseite) |
| 12. Jh. | Diepold de Pernpach | Frühe Orts-/Namensspur. | offen | Historischer Atlas: ältere Pernbach-Orte (Kontext; Einzelstelle offen) |
| um 1200 | Arnoldus de Pernpach | Frühe Orts-/Namensspur. | offen | Historischer Atlas: ältere Pernbach-Orte (Kontext; Einzelstelle offen) |
| 1392–1429 (Zeitrahmen) | Friedrich Pernbeck, Pfleger zu Dingolfing | In der historischen Ämterübersicht ausdrücklich als Pfleger genannt. 1392–1429 ist der Rahmen des gesamten Verzeichnisses, nicht seine persönliche Amtszeit. Der Eintrag nennt keinen Sitz Hampersberg; nicht ohne Weiteres mit Friedrich von 1463 gleichzusetzen. | Amt im Druck belegt | Geschichte von Bayern, Bd. 6, S. 173 Quellenausschnitt |
| 1407 | Liebhard Pernpeck | Urteiler am Schrannengericht Inkofen; erster sicherer Träger der späteren Familie im Haager Umfeld. | belegt | Janker: Grafschaft Haag, S. 254–257 (Repositorium; keine direkte Buchseite) |
| 1412 – falsch | Angeblicher Übergang Hampersbergs | Wiguleus Hund druckte die königliche Bestätigung von 1451 irrtümlich unter 1412; die falsche Jahreszahl wurde in der späteren Literatur wiederholt. Der tatsächliche Zeitpunkt des Übergangs ist unbekannt. | als Irrtum geklärt | Janker: Grafschaft Haag, S. 254–257 (Repositorium; keine direkte Buchseite) Bild 2: historischer Pernspeck-Abschnitt |
| 1416 | Christoph Pernpeck I. | Am 22.05.1416 als Zeuge einer Siegelbitte belegt (BayHStA Kurbayern U 896). | Originalurkunde | Janker: Grafschaft Haag, S. 254–257 (Repositorium; keine direkte Buchseite) Archivsignatur: BayHStA Kurbayern U 896; Originalscan nicht verlinkt. |
| 1416 / 1420 | Bündnis und spätere Bestätigung | Der abgedruckte Bündnistext regelt Rechtsschutz, Hilfeleistung, Hauptmannswahl, Streitschlichtung, Aufnahme neuer Mitglieder und Laufzeit. Älterer Vertrag 1416; gesonderte Bestätigung 1420. Kein eigenständiger Wilhelm-Beleg für 1416. | Datierungen im Abdruck | Drei vorgelegte Seiten |
| 1420 | Wilhelm Pernspeck | Unter den 77 Sieglern der Bestätigung eines älteren Bündnisses genannt; im Namensabschnitt bei „Stat Aichach“. Der ältere Vereinbarungstext ist auf Freitag vor Pfingsten 1416 datiert; die anschließende Bestätigung auf Dienstag vor Fabian und Sebastian 1420 zu Aichach. Wilhelms Beteiligung 1416 folgt daraus nicht automatisch. | Quellenedition | Bündnisbrief, sichtbare S. 45–47 Bisheriger Digitalisatlink zum Bündnisbrief |
| 1425 | Wilhelm Bernbeck/Pernspeck | In einer späteren historischen Sammlung als Siegler des fünften bayerischen Bündnisses genannt. | Sekundärquelle | Bild 2: historischer Pernspeck-Abschnitt Geschlechterbeschreibung (Volltext) |
| 1426–1463 | Christoph Pernpeck I. | 1426 Taidinger bei Frauenberger Lehen; 1427–1435 Pfleger Hohenburg; 1434 Vertreter Jörg Fraunbergers vor dem Kaiser; 1438 Pfleger Dingolfing; 1450 Pfleger Wildeneck und Stifter der Familiengrablege; 1451 Hofmarkbestätigung; 1459 zu Hampersberg; † 1463. | belegt | Janker: Grafschaft Haag, S. 254–257 (Repositorium; keine direkte Buchseite) Reinle: Forschungsaufsatz Bild 2: historischer Pernspeck-Abschnitt Christophs Grabstein Dehio: Grabdenkmal Sammlung: Siegler 1451 Pflegerbeleg 1438 Landtag 1461 |
| 1430 | Wilhelm Pernspeck | Nach der älteren Geschlechterbeschreibung Siegler eines Bündnisses des Oberlandes zu Freising. | ältere Sekundärquelle | Bild 2: historischer Pernspeck-Abschnitt Geschlechterbeschreibung (Volltext) |
| 1436–1450 | Jost/Jobst Pernpeck | Ausdrücklich Bruder Christophs; im Dienst der Fraunberger. 1436 Schuldenregelung nach Georg Fraunbergers Tod, 1450 Richter und Zöllner in Marktl. | Bruderschaft und Ämter belegt | Janker: Grafschaft Haag, S. 254–257 (Repositorium; keine direkte Buchseite) |
| 1438 | Christoff Pernbeck, Pfleger zu Dingolfing | Ausdrücklich „Christoff Pernbeck, Pfleger 1438“ unter Dingolfing. Die frühere Amtsbezeichnung „Landrichter“ ist durch diesen Beleg nicht gedeckt. Eine zusätzliche Landrichterfunktion wäre separat zu belegen. | Amt und Jahr im Druck | Geschichte des Bairischen Herzogs Ludwig des Bärtigen, S. 232 |
| 1440 | Hans Pernpeck | Gemeinsam mit Jobst und Christoph genannt. | belegt | Historische Sammlung: frühe Namensträger |
| 1444–1485 | Valentin Pernbeck/Pernpeck | Laut vorgelegtem Lexikoneintrag aus Burghausen; 1444 Studium Wien, 1460 Domherr Passau, 1469 Domdekan, 1477 Domherr Brixen; 1465–1468 herzoglicher Rat. † 20.04.1485. 1457 gemeinsam mit Christoph in einer Baumburger Kredit-/Pfandurkunde. Herkunftsangabe nicht automatisch Geburtsort. | Lexikoneintrag / frühere Belege | Übermittelter Lexikontext Eheversprechenssache wohl 1479 Baumburger Urkunde 1457: genaue digitale Fundstelle noch offen. |
| 1450 | Johann Pernpeck | Der vorgelegte historische Druck nennt Johann Pernpeck für 1450 unter „Marktl, Ldg. Altötting“ in der Rubrik „Richter. — Mautner.“ Damit ist ein konkreter Amts- und Ortsbezug überliefert. Welche Amtsbezeichnung ihm genau zukommt und wie der Datumszusatz zu lesen ist, bleibt zu prüfen; keine automatische Gleichsetzung mit Hans oder Jobst. | historischer Druck | Bild 1: Johann Pernpeck, Marktl – direkte Buchseite Eingebetteter Ausschnitt Bisheriger Registerhinweis |
| 1457 | Christoph Pernpeck (I oder II) | Gemeinsam mit Valentin in der Baumburger Urkunde. Ob Bruder, Sohn, Neffe oder Onkel ist ungeklärt. | Identität offen | Baumburger Urkunde von 1457: Originalfundstelle noch nicht direkt verlinkt. |
| 26.04.1461 | Christoph Pernbeck und Lazarus Messenbeck | Unter „Ritter und Knechte“ unmittelbar nacheinander zum Landtag in Landshut einberufen. Belegt ist die Einberufung, nicht zwingend Anwesenheit oder persönlicher Ritterschlag. Gemeinsames landständisches Umfeld; Verwandtschaft Lazarus–Burkhart offen. | Quellenedition | Landtags-Handlungen: Einleitung S. 91 / Scan 99 Einleitung und Namensliste |
| 1463 | Friedrich Pernspeck zu Hampersberg | In der Geschlechterbeschreibung mit Sitz in der Grafschaft Haag genannt (Druckform „Hammersberg“). Von Friedrich, dem frühen Dingolfinger Pfleger, vorerst getrennt führen. | ältere Sekundärquelle | Geschlechterbeschreibung Volltext |
| 1466 | Pernpeckh-Hof bei Lampertshausen | Indersdorfer Urkunde Nr. 961 vom 22.02.1466: Ein Waldstück hatte „vor Zeiten“ zu einem Pernpeckh-Hof in Lampertshausen gehört. Der Namensträger selbst wird rückblickend genannt; seine Identität ist offen. | Ortsbezug belegt | Indersdorfer Urkunde Nr. 961, 22.02.1466; genaue digitale Fundstelle noch offen. |
| 1470/1476 | Christoph Pernpeck II.? | Am 26.02.1470 erscheint ein Christoph als Siegler; 1476 verkauft Christoph „zum Hampersperg“ das Gerntalergut. Sein Siegel führt den halben Bären. Wegen Christophs Grabdatum 1463 sehr wahrscheinlich Erbe und zweite Person. | zweite Generation sehr wahrscheinlich | Urkunde vom 11.10.1476: Gerntalergut |
| 1472–1503 | Georg Bernbeck/Pernpeck aus Freising | 1472 Studium in Ingolstadt; 1475 Studium in Wien (Lexikoneintrag); um 1480 Dr. leg.; 1486 Kirchherr zu Oberbergkirchen; 1495 Dompropst Passau; Pfarrer in Schärding und Steinerkirchen; 1498 Rat Herzog Georgs des Reichen; 1500 Offizial ob der Enns; † 19.06.1503. | identifiziert | Georg: Personendatenbank Georg: Grabsteinbild Kunstdenkmäler Eder: Dompropst und Pfarrer Oberbergkirchen 1486 Dompröpste-Verzeichnis Lexikonergänzung: Wien 1475 |
| 1479? (Druck: 1419) | Valentin Pernpeck: Eheversprechenssache | Berufung wegen eines künftigen Eheversprechens: Anna Naterin und Barbara, Tochter Georg Fabris, jeweils als Verlobte/Klägerinnen, gegen Johann Mayr aus Reicherdorf. Valentin respektiert die Berufung beziehungsweise übergeordnete Metropolitangewalt. Das Amt Valentins wird hier nicht genannt. Zwischen 1478 und 1480 steht „1419“, wohl ein Fehler für 1479. | Text belegt; Jahreskorrektur vermutet | Lateinischer Druckausschnitt |
| 1487–1489 | Georg Pernpeck – Pfleger zu Ried | Die vorgelegte gedruckte Amtsträgerliste führt Georg Pernpeck unter „Ried im Innviertel“ und „Pfleger“ für 1487–1489. Der Amts- und Ortsbezug ist damit im Druck belegt. Die bisherige Vermutung, er sei der Freisinger Georg beziehungsweise Passauer Dompropst, wird zurückgenommen. Seine Identität mit Georg zu Voitshofen, Jörg zu Krempelstein oder einem anderen Georg bleibt offen. Quellenausschnitt ansehen. | Amt im Druck belegt Identität offen | Bisheriger Fundstellenlink: Georg 1487–1489 |
| 1493 | Georg Pernpeck auf Krempelstein | Die vorgelegte Burggeschichte führt ihn unter den Burghütern. Die spätere lebenslange Übertragung von 1495 muss nicht widersprechen; Zusammenhang und Quellenabhängigkeit sind zu prüfen. | Sekundärquelle | Burggeschichte mit Fußnote 561: Pillwein, Innkreis, S. 57 |
| 1494 | Georg Pernpeck auf Hampersberg | König Maximilian I. bestätigt am 20.01.1494 das Hofmarkprivileg und inseriert darin Friedrichs III. Urkunde von 1451. | belegt | Janker: Grafschaft Haag, S. 254–257 (Repositorium; keine direkte Buchseite) |
| 1495 | Georg Pernpeck und sein Sohn Georg | Der Urkundenabdruck nennt ausdrücklich „sein Son Görig Pernnpeckh“. Vater und Sohn erhalten die Pflege Krempelstein auf Lebenszeit. Der Vater lieh dem Hochstift 100 rheinische Gulden; nach dem Tod beider brauchen die Erben Schloss und Pflege erst gegen Rückzahlung abzugeben. Eine ergänzende historische Nachricht nennt den Vater zuvor als Pfleger zum Neuhaus im Dienst Herzog Georgs. | Vater und Sohn im Abdruck belegt | Urkundenabdruck; Schluss S. 699 Abdruck und markierte Vater-Sohn-Stelle Neuhaus → Krempelstein 1495 |
| 1506 | Georg Pernpeck zu Voitshofen | Hofmarkinhaber zu Voitshofen im Gericht Ried; Margaretha als seine Tochter überliefert. Der Satz „war Pfleger zu Ried 1589“ kann nach dem Einschub über ihre Heirat wieder Georg zum Subjekt haben; vermutlich 1489 statt 1589, passend zur Pflegerliste 1487–1489. Satzbezug und Emendation bleiben eine Deutung. Erwerb 1491 war eine ältere Arbeitsnotiz; genauer Beleg noch nachzutragen. | Besitz überliefert; Identität offen | Geschlechterbeschreibung Satzbau und gedrucktes 1589 Unabhängige Rieder Pflegerliste Bisheriger Volltextlink |
| 1506 / 1514–1532 | Seyfried und Burghart Messenbeck | Burghüterfolge Krempelstein: 1506 Seyfried; 1514–1532 Burghart Messenbeck. Burghart ist sehr wahrscheinlich mit Margarethas Ehemann Burkhart zu Schwend identisch; der Nachweis über einen gemeinsamen Zusatz oder eine Eheangabe fehlt noch. | Ämter überliefert; Gleichsetzung wahrscheinlich | Burghüterliste Margarethas Ehe |
| 1507 | Jörg Pernpeck | Im April in einen Ausschuss des bayerischen Landtags gewählt; politischer Nachweis unmittelbar nach dem Landshuter Erbfolgekrieg. | belegt | Reinle: Forschungsaufsatz Genaue Stelle zum Landtag 1507 noch abzugleichen. |
| frühes 16. Jh. | Margaretha Pernpeck | Laut späterer genealogischer Sammlung Tochter Georg Pernpecks zu Voitshofen; verheiratet mit Burkhart Messenbeck zu Schwendt. Voitshofen gelangte demnach durch diese Ehe an die Messenbeck. Ob ihr Vater mit Jörg † 1516 identisch oder nahe verwandt war, bleibt offen. | Sekundärquelle | Bild 2: historischer Pernspeck-Abschnitt Geschlechterbeschreibung: Margaretha und Messenbeck Burghart auf Krempelstein 1514–1532 |
| † 01.06.1516 | Jörg/Georg Pernpeck zu Hampersberg | Pfleger zu Grempelstein; Rittergrabstein und Erbbegräbnis in Engelszell, Wappen mit halbem Bären. Der Engelszeller Nekrolog vermerkt „sepultus cum filio suo in ambitu“ – mit seinem Sohn im Kreuzgang bestattet. Die Lesung „der Letzte seines Namens“ bleibt bis zur Kontrolle des Originals vorläufig. | Person und Bestattung belegt | Jörg: Grabsteinbild Eder: Erbbegräbnis Engelszeller Nekrolog |
| 25.07.1579 | Hieronymus Pernpeck, Richter zu Eisenhofen | Der Druck führt ihn unter „Richter“ in Eisenhofen, einer bischöflich-freisingischen Pflege. „Nun Ldg. Dachau“ meint die Verwaltungszuordnung zur Veröffentlichungszeit, nicht seinen damaligen Amtssitz. Genealogische Verbindung zu den anderen Namensträgern offen. | Amt im Druck belegt | Eisenhofen: vollständiger Ausschnitt Buchtitel und direkte Buchseite noch nachzutragen. |
| 1588 | Johann Pernpeckh | Unterkienberg Nr. 4; späterer Hofname „Bernbäck/Brennbeck“. | belegt | Kiening: Namen- und Hofregister Unterkienberg Nr. 4 |
| 1588 | Georg Pernpeckh | Dörnbach Nr. 2, Hiesbauer. | belegt | Kiening: Namen- und Hofregister |
| 23.04.1631 | Anna Pernpeckhin | Als Witwe in Bogen belegt; Verbindung zu den oberbayerischen Linien offen. | Einzelnachweis | Genaue digitale Fundstelle noch offen; bisherige Arbeitsnotiz. |
| um 1642 | Michael Bernböck | Hohenbuch Nr. 2 „Fähn“; wohlhabender Hofübernehmer. Frühester derzeit sicherer Anker der später verfolgten Bauernlinie. | belegt | Kiening: Namen- und Hofregister |
| um 1644 | Balthasar Pernböckh | Lampertshausen Nr. 1. | regionaler Fund | Kiening: Namen- und Hofregister |
Die wichtigsten Ergebnisse
Damit ist eine familiäre Verbindung zwischen Christoph, Georg und Jörg heraldisch sehr wahrscheinlich. Eine urkundlich geschlossene Abstammungskette ist jedoch noch nicht bewiesen.
Chronologie in Bildern
Die wichtigsten Stationen als fortlaufende Geschichte. Bilder sind dort eingesetzt, wo ein historisches Denkmal erhalten ist; bei den übrigen Stationen führen die Links unmittelbar zum Beleg.
Birnbach bei Haag und Sigboto de Pernpach
923 werden zwei Orte am „Pirchinapach“ genannt. 1125 handelt der freie Sigboto de Pernpach als Salmann. Nach Stephan Janker ist Birnbach beim späteren Pernpeckhof, rund vier Kilometer nördlich von Hampersberg, der beste Herkunftskandidat. Dass Sigboto ein Vorfahr der späteren Pernpecken war, ist jedoch nicht bewiesen.
Ort plausibel, Abstammung offen
Frauenberger: Haag, Hohenburg und Kranzberg
Die Frauenberger sind ab 1144 fassbar; die gesicherte Stammreihe beginnt 1230/31. Über die Gurren gelangten sie zur Grafschaft Haag, 1304 zu Hohenburg. Um 1400 beziehungsweise spätestens 1409 begegnet ein Frauenberger als Pfleger zu Kranzberg. Das schafft ein mögliches herrschaftliches Umfeld für spätere Pernpeck-Dienste, beweist aber noch kein Lehensverhältnis.
Kontext, keine Abstammung
Die ersten sicheren Pernpecken im Haager Umfeld
Liebhard Pernpeck ist 1407 Urteiler am Schrannengericht Inkofen. Am 22. Mai 1416 erscheint Christoph Pernpeck als Zeuge einer Siegelbitte. Damit beginnt die sichere spätere Familie nicht 1412, sondern mit zeitgenössischen Belegen aus dem Frauenberger Herrschafts- und Gerichtsnetz.
zeitgenössische Belege
Friedrich Pernbeck, Pfleger zu Dingolfing
Amt ausdrücklich im historischen Druck genannt; genaue Amtsjahre unbekannt. Der frühe Eintrag nennt keinen Sitz Hampersberg. Friedrich zu Hampersberg 1463 bleibt ein gesonderter Beleg.
Identität mit Friedrich 1463 offen
Bayerischer Krieg, Straubinger Erbfall und Hussitengefahr
Die frühen Pernpeck-Dienste fallen in eine unruhige Zeit: Krieg zwischen Bayern-Ingolstadt und Bayern-Landshut 1420–1422, der Straubinger Erbfall 1425–1429 und die Hussitenkriege bis 1434. Wilhelm siegelt 1425 in einem bayerischen Bündnis; eine persönliche Kampfteilnahme ist damit nicht bewiesen. Die Ämter in Hohenburg und Dingolfing waren in diesem Umfeld jedoch politisch und militärisch bedeutsam.
politischer Kontext
Wilhelm, Christoph, Jobst und Hans im Dienst
Bild 2: historischer Pernspeck-Abschnitt
Wilhelm erscheint 1425 als Siegler. Christoph ist 1426 Taidinger bei einem Verkauf von Frauenberger Lehen, 1427 Pfleger zu Hohenburg, vertritt Jörg Fraunberger 1434 vor dem Kaiser und wird 1438 Pfleger zu Dingolfing. Jobst ist ausdrücklich Christophs Bruder; 1436 regelte er nach dem Tod Georg Fraunbergers von Hohenburg eine Schuld, 1450 war er Richter und Zöllner in Marktl. Hans ist 1440 als eigene Person genannt.
Dienstverhältnis belegt
Frauenberger Besitz bei Massenhausen und Teising
Georg Frauenberger von Haag, damals zu Massenhausen gesessen, kaufte 1424/25 Anteile zu Teising und weitere Güter in Massenhausen. Die Frauenberger Herrschaft in Massenhausen ist anschließend bis 1490 fassbar. Damit bestand im Freisinger Umland ein reales Besitz- und Verwaltungsnetz; ein konkreter Pernpeck-Hof in Allershausen oder Paunzhausen ist damit jedoch noch nicht belegt.
Besitz belegt
Christophs Grablege und Hampersberg
Am 1. Januar 1450 stiftete Christoph in Gars eine Familiengrablege mit Wochenmesse und vier jährlichen Seelenämtern. Am 27. September 1451 bestätigte König Friedrich III. in Wien das Hofmarkprivileg für Hampersberg; erhalten ist die Urkunde als Insert in Maximilians Bestätigung von 1494. Erst 1459 heißt Christoph ausdrücklich „zum Hampersberg gesessen“. Er starb 1463 und wurde nahe Georg Fraunberger von Hohenburg bestattet.
Eine frühe Brücke nach Freising
Eine Freisinger Urkunde vom 15. September 1455 nennt die Tochter Dietrich Furtarars, die in zweiter Ehe mit einem Pernpeck verheiratet war. Der Vorname des Pernpeck und die Kinder dieser Ehe sind noch unbekannt. Der Beleg zeigt aber, dass die Familie bereits damals in ein Freisinger Heirats- und Besitznetz eingebunden war.
Ehe belegt, Linie offen
Valentin und Christoph handeln gemeinsam
Valentin Pernpeck und ein Christoph Pernpeck treten gemeinsam in einer Baumburger Kredit- beziehungsweise Pfandurkunde auf. Die enge Verbindung ist belegt; ob sie Brüder, Vater und Sohn oder anders verwandt waren, ist noch nicht geklärt.
Verbindung belegt
Älterer Pernpeckh-Besitz bei Lampertshausen
Die Indersdorfer Urkunde Nr. 961 nennt ein Waldstück, das „vor Zeiten“ zu einem Pernpeckh-Hof in Lampertshausen gehört hatte. Damit ist der Name dort rund zwei Jahrhunderte vor Balthasar Pernböckh belegt; eine personelle Kontinuität bis ins 17. Jahrhundert ist nicht bewiesen.
Ortsbezug belegt
Christoph „zum Hampersperg“
Ein Christoph Pernpeck verkauft das Gerntalergut in der Pfarrei Grünthal und siegelt mit dem halben Bären. Wegen des Todes Christophs des Älteren 1462/63 handelt es sich sehr wahrscheinlich um einen zweiten Christoph.
wahrscheinlich zweite Person
Georg aus Freising – Dompropst in Passau
1472 in Ingolstadt und 1475 in Wien immatrikuliert (ergänzender Lexikoneintrag), später Jurist, Kirchherr, herzoglicher Rat und Passauer Dompropst. Er starb am 19. Juni 1503. Sein Grabstein zeigt ebenfalls den halben Bären und die Rose.
Voitshofen, Hofmarkpolitik und Landshuter Erbfolgekrieg
Bild 2: historischer Pernspeck-Abschnitt
Georg Pernpeck erwarb 1491 die Hofmark Voitshofen; 1494 bestätigte Maximilian I. für Georg das Hampersberger Privileg. 1503–1505 erschütterte der Landshuter Erbfolgekrieg Bayern, Passau und das Innviertel. 1507 wurde ein Jörg Pernpeck in einen Ausschuss des Landtags gewählt. Das belegt politische Standeszugehörigkeit nach dem Krieg, aber keine persönliche Teilnahme an den Kämpfen.
Ämter belegt; Kriegsteilnahme offen
Georg, sein Sohn und Margaretha
Bild 2: historischer Pernspeck-Abschnitt
1495 erscheinen Georg Pernpeck und sein ausdrücklich gleichnamiger Sohn Georg im Krempelsteiner Urkundenabdruck; 1506 ist Georg zu Voitshofen Hofmarkinhaber. Margaretha wird als Tochter eines Georg zu Voitshofen und Ehefrau Burkhart Messenbecks genannt. Ob alle Nachrichten dieselbe Familie beschreiben, bleibt eine gut begründete Arbeitshypothese.
Zusammenhang offen
Jörg Pernpeck zu Hampersberg
Jörg: direktes Grabsteinbild · Nekrolog
Pfleger zu Grempelstein, Ritter und Stifter eines Erbbegräbnisses in Engelszell. Der Nekrolog nennt die Bestattung mit seinem Sohn im Kreuzgang. Sein Grabstein führt den halben Bären. Eine gelegentlich wiedergegebene Lesung als „Letzter seines Namens“ muss am Original noch abgesichert werden.
Vom Adel zur Bauernlinie – die noch offene Brücke
1525/27 sitzt bereits Jörg von Breitenstein auf Hampersberg; wie die Pernpecken den Sitz verloren, ist unbekannt. 1588 erscheinen Johann Pernpeckh auf Unterkienberg Nr. 4, einem Hof der Hofmark Weihenstephan, und Georg Pernpeckh auf dem großen, eigenen Hof Dörnbach Nr. 2. Michael Bernböck übernimmt um 1642 Hohenbuch Nr. 2; aus dieser Linie gelangt Valentin Bärnbeck 1800 durch Heirat nach Allershausen Nr. 6. Sicher sind die Ortsketten, nicht die Abstammung zwischen 1507, 1588 und 1642.
Brückenstücke, keine Stammfolge
Die Grabdenkmäler
Ritterdarstellung; im Schild oben rechts ist der halbe Bär zu erkennen. Die begleitende Literatur nennt ihn „Jörg Pernpeck zu Hampfersberg“. Beobachtung: Frank erkennt unten links im Schild möglicherweise eine Rose. Dieser Bildbefund ist noch nicht gesichert; eine hochauflösende Aufnahme vor Ort soll ihn überprüfen. Lageangabe aus Betrachtersicht.
Jörg: Bild im Digitalisat öffnen
Herrenkapelle des Doms St. Stephan. Unten sind der halbe Bär und die Rose erkennbar. Georg ist mit dem aus Freising stammenden Juristen identisch.
Georg: Bild im Digitalisat öffnen
Optimierte Gesamtaufnahme des Grabsteins. Erkennbar sind der halbe Bär, die Rose und das bislang ungeklärte Katzenmotiv. Vergleichsaufnahme bei Bavarikon.
Wappenvergleich
| Person | Beleg | Halber Bär | Rose | Katze |
|---|---|---|---|---|
| Christoph Pernpeck | Grabdenkmal 1462/63; Siegel 1476 | Ja | Ja | Ja |
| Georg Pernpeck | Grabdenkmal 1503 | Ja | Ja | Nicht erkennbar |
| Jörg Pernpeck | Grabdenkmal 1516 | Ja | Möglicherweise unten links im Schild (Betrachtersicht); Foto vor Ort erforderlich | Nicht sicher erkennbar |
Bewertung: Der halbe Bär kann nun mit hoher Sicherheit als Pernpeck-Stammwappen gelten. Die Rose ist mit der Pernspeck-Wappenbeschreibung zu vergleichen: Entscheidend sind die unterschiedliche Ausarbeitung der Blütenblatthälften und der Rosenmitte, nicht nur das allgemeine Blumenmotiv. Die Namensgleichsetzung „Pernspeck, alias Pernpeck“ stützt dieselbe Namenstradition. Die Katze bleibt eine mögliche verwandtschaftliche Wappenbeigabe. Die mögliche Rose bei Jörg ist noch nicht bestätigt.
Lokale Politik, Fehden und Kriege
Die Pernpecken waren keine Zuschauer am Rand der Geschichte: Als Frauenberger Gefolgsleute, Pfleger, Richter, Zöllner, herzogliche Räte und Landtagsvertreter arbeiteten sie mitten im politischen System. Trotzdem gilt: Der zeitliche Zusammenhang mit einem Krieg ist noch kein Beleg dafür, dass die betreffende Person selbst im Feld stand.
| Zeit | Konflikt oder Umbruch | Regionale Bedeutung | Pernpeck-Bezug |
|---|---|---|---|
| 1318/1319 | Siegfried Fraunberger gegen das Hochstift Freising | Streit um hochstiftische Hintersassen sowie Herbergs- und Quartierrechte in der Herrschaft Burgrain. Ein älterer Bericht nennt 200 Pfund erpresstes Geld, abgehauene Hände, Füße und Ohren sowie zehn im Gefängnis getötete Menschen. Als Entschädigung werden 500 Pfund für geraubte Pferde und 200 Pfund für Verwüstungen genannt. Der ältere Text setzt den Frieden 1318 an; Janker datiert den Vergleich auf den 28.10.1319. | Der Konflikt liegt vor dem sicheren Auftreten der Pernpecken, zeigt aber, wie gewaltsam Frauenberger Herrschaftsansprüche gerade im Freisinger Raum durchgesetzt wurden. Konflikt belegt; Datierung abweichend |
| 1420–1422 | Bayerischer Krieg | Die Herzöge von Bayern-Ingolstadt und Bayern-Landshut bekämpften einander; der Waffenstillstand von 1422 hing auch mit der Hussitengefahr zusammen. | Christoph ist 1416 belegt, Wilhelm siegelt 1425. Eine persönliche Kriegsteilnahme ist nicht nachgewiesen. Kontext |
| 1425–1429 | Straubinger Erbfall | Nach dem Aussterben Bayern-Straubings stritten die Teilherzogtümer um Land, Ämter und Einkünfte; Dingolfing lag im betroffenen niederbayerischen Raum. | Wilhelms Bündnissiegel 1425 sowie Christophs spätere Dingolfinger Ämter gehören in die Neuordnung. politischer Zusammenhang |
| 1419–1434 | Hussitenkriege | Grenzregionen wurden verheert; Bayern musste Aufgebote, Steuern und Verteidigung finanzieren. Regensburg und Niederbayern standen unter besonderem Druck. | Hohenburg, Dingolfing und Marktl waren Verwaltungs- und Sicherungsämter. Kein Pernpeck ist bislang ausdrücklich als Hussitenkämpfer belegt. keine Personenteilnahme belegt |
| 1434–1451 | Fraunberger zwischen Herzog und Kaiser | Die Frauenberger ließen ihre Haager Rechte 1434/37 königlich bestätigen und bauten die reichsrechtliche Sonderstellung Haags gegenüber den Wittelsbachern aus. | Christoph vertrat Jörg Fraunberger 1434 vor dem Kaiser; 1451 ließ er das Hofmarkprivileg Hampersberg von Friedrich III. bestätigen. direkter politischer Dienst |
| 1459 | Reise an den Kaiserhof | Kaiserliche Bestätigung war ein Mittel, lokale Rechte gegen konkurrierende Herrschaften abzusichern. | Christoph erhielt zweimal Geld für eine Reise an den kaiserlichen Hof und wird im selben Jahr als „zum Hampersberg gesessen“ bezeichnet. Rechnungsbeleg |
| 1503–1505 | Landshuter Erbfolgekrieg | Nach dem Tod Herzog Georgs des Reichen wurde Bayern militärisch neu geordnet; 1505 entstanden das vereinigte Bayern und Pfalz-Neuburg. | Dompropst Georg war Rat Herzog Georgs, starb aber schon am 19. Juni 1503. Eine militärische Beteiligung Jörgs ist noch nicht belegt; seine Landtagswahl 1507 zeigt seine Stellung in der Nachkriegsordnung. politisches Umfeld |
Der Ausschnitt schildert Gewalt gegen Freisinger Untertanen und die anschließende Entschädigung. Die abweichende Jahresangabe wird im Text ausdrücklich kenntlich gemacht.
Die wichtigste politische Erkenntnis: Hampersberg war kein bloßer Familiensitz. Er gehörte zum Frauenberger Lehen- und Gefolgschaftssystem. Janker nennt die Pernpecken ausdrücklich als mit Hampersberg belehnte ritterliche Gefolgsleute; aus solchen Familien rekrutierten die Frauenberger Kriegsdienst, Schrannengericht, Richter- und Propstamt.
Georg Pernpeck: Pfleger zu Ried, 1487–1489
Die Georg/Jörg-Gruppe: gesichert und vermutet
Georg, Pfleger zu Ried (1487–1489): Als eigener Amtsträgerbeleg zu führen. Die frühere Zuordnung zum Freisinger Georg beziehungsweise Passauer Dompropst ist unbelegt und wurde gestrichen. Pflegerliste mit Abbildung.
| Nachricht | Sicherer Inhalt | Mögliche Verbindung |
|---|---|---|
| Georg aus Freising, † 1503 | 1472 in Ingolstadt immatrikuliert; Jurist; 1495 Passauer Dompropst; Grabstein mit halbem Bären und Rose. | Nach dem bereits im Forschungsprojekt ausgewerteten kunsthistorischen Text ein „Vetter“ des Jörg Pernpeck († 1516, Engelszell), nicht dessen Vater. Der genaue Verwandtschaftsgrad und die verbindenden Eltern- beziehungsweise Großelterngenerationen sind damit noch nicht bestimmt. Halm: Digitalisat beim Georg-Grabstein. |
| Georg und sein Sohn Georg, 1495 | Beide Vornamen und das Vater-Sohn-Verhältnis sind im Urkundenabdruck ausdrücklich genannt; Pflege Krempelstein und Darlehen über 100 rheinische Gulden. Abdruck | Welcher der beiden mit Ried 1487–1489, Voitshofen 1506 oder Jörg † 1516 identisch ist, bleibt offen. |
| Georg zu Voitshofen, 1506 | Hofmarkinhaber; Tochter Margaretha in einer späteren Sammlung genannt. | Könnte mit Jörg † 1516 oder dem älteren Georg von 1495 identisch sein. |
| Jörg zu Grempelstein, † 1516 | Mit seinem Sohn im Kreuzgang von Engelszell bestattet; halber Bär am Grabstein. Die Lesung „Letzter des Namens“ ist noch am Original zu sichern. | Der Dompropst Georg † 1503 ist nach dem zuvor ausgewerteten kunsthistorischen Text Jörgs „Vetter“, nicht als sein Sohn belegt. Welcher Georg von 1495 mit Jörg † 1516 identisch ist, bleibt offen; auch die Identität des mitbestatteten Sohnes ist gesondert zu prüfen. |
| Margaretha Pernpeck | Tochter eines Georg zu Voitshofen; Ehe mit Burkhart Messenbeck. | Sie könnte zur Familie Jörgs gehören. Dann wäre Jörg trotz einer überlebenden Tochter der letzte männliche Namensträger seiner Linie gewesen. |
Derzeit beste Arbeitshypothese: Die Nachrichten von 1495, Voitshofen 1506 und Grempelstein 1516 könnten eine Vater-Sohn-Tochter-Gruppe beschreiben. Belegt sind die einzelnen Nachrichten; ihre Zusammenführung zu einer Familie bleibt eine Hypothese.
Lebensalter
Explizite Altersangaben sind in den hier vorliegenden Grabinschriften und biografischen Auszügen nicht nachgewiesen. Aus einem Studienbeginn oder dem bloßen Vater-Sohn-Verhältnis lässt sich kein enges Geburtsjahrintervall zuverlässig bestimmen.
Frauenberger Besitz- und Dienstumfeld
Der Frauenberger Zusammenhang ist nun nicht mehr bloß eine Vermutung. Janker und Reinle ordnen die Pernpecken ausdrücklich dem Frauenberger Gefolge zu; Christoph und Jobst sind mehrfach in deren Dienst belegt. Offen bleibt die genaue genealogische Folge innerhalb der Familie.
| Zeit | Frauenberger Besitz oder Funktion | Bedeutung für die Pernpeck-Forschung | Status |
|---|---|---|---|
| 1144; 1230/31 | Arnoldus de Frawnperg; Beginn der gesicherten Stammreihe | Die Frauenberger sind lange vor den sicheren Pernpeck-Nachrichten als edelfreie beziehungsweise hochadelige Herrschaftsträger fassbar. | belegt |
| 1245/46 | Grafschaft Haag durch Verbindung mit den Gurren; Hochgericht | Haag bildet das Zentrum eines weitreichenden Besitz- und Verwaltungsraums. | belegt |
| 1304 | Erwerb Hohenburg | Christoph und Jobst Pernpeck begegnen später gerade in Hohenburg als Amtsträger der Frauenberger. | Dienst später belegt |
| 1393 | Christian Frauenberger erwirbt einen Hof in der Haager Grafschaft | Zeigt kleinteiligen Gütererwerb; die genaue Lokalisierung des Hofes ist noch zu sichern. | Ort prüfen |
| um 1400/1409 | Frauenberger als Pfleger zu Kranzberg | Kranzberg liegt im späteren Raum der Pernpeckh-Nachweise Unterkienberg und Dörnbach. Ein unmittelbarer Zusammenhang ist noch nicht bewiesen. | Kontextbeleg |
| 1407 | Jörg Frauenberger zu Hohenburg: Vogtei und Weingült an Kloster Gars | Verbindet Hohenburg, Haag und Gars – jene Orte, an denen die ältere Pernpeck-Gruppe sichtbar wird. | Urkunde |
| vor 1451 | Hampersberg wird Pernpeck-Sitz und Hofmark | Die Pernpecken waren mit Hampersberg in der Frauenberger Gefolgschaft belehnt. Wann Jörg/Georg Fraunberger das Gut in freies Pernpeck-Eigen beziehungsweise eine Hofmark umwandelte, ist unbekannt. 1451 ist das Privileg bestätigt, 1459 der Sitz ausdrücklich belegt. | System belegt; Übergabedatum offen |
| 1424/25–1490 | Massenhausen, Teising und weitere Güter im Freisinger Umland | Belegt ein Frauenberger Besitznetz westlich von Haag. Ein verliehener Bauernhof an eine Bernbeck-Seitenlinie bei Allershausen oder Paunzhausen bleibt eine Hypothese. | Besitz; Verbindung offen |
| 1449 | Rathsmannsdorf an Bischof Leonhard von Passau verkauft | Zeigt eine weitere Frauenberger Verbindung nach Passau, wo Valentin, Georg und Jörg Pernpeck später hervortreten. | belegt |
Weitere Frauenberger Besitzungen
Zum weiteren Netz gehören Prunn, Taufkirchen an der Vils, Helfenbrunn, Laberweinting, Egg, Haidenburg sowie zeitweise Hartmannsberg und Dießenstein. Für die Linie Fraunberg–Altfraunberg werden außerdem Hubenstein, Irlbach, Niederwinzer, Oberbergkirchen, Ottering, Pfettrach, Poxau, Riding, Schöllnstein und Wasentegernbach genannt. Die Grafschaft Haag gliederte sich unter anderem in die Ämter Albaching, Mering, Kirchdorf, Schwindau und Rieden sowie die Hofmarken Hampersberg, Schönbrunn, Armstorf, St. Wolfgang und Preisendorf.
Ergebnis für Allershausen und Paunzhausen: Frauenberger Besitz in Massenhausen und Teising macht das Engagement im Freisinger Umland greifbar. Ein konkreter Frauenberger Hof an einen Pernpeck in Allershausen, Paunzhausen oder Hohenbuch wurde noch nicht gefunden. Die Brücke läuft derzeit eher über die Freisinger Urkunde von 1455, Georg aus Freising und den Weihenstephaner Grundbesitz in Unterkienberg 1588.
Die Brücke nach Freising und Allershausen
| Zeit | Sicherer Baustein | Was er beweist | Was noch fehlt |
|---|---|---|---|
| 15.09.1455 | Tochter Dietrich Furtarars in zweiter Ehe mit einem Pernpeck | Einheirat der Familie in ein Freisinger Urkunden- und Besitzumfeld. | Vorname des Ehemanns und etwaige Kinder. |
| 1472–1503 | Georg Pernpeck aus Freising | Reinle zählt ihn zur dritten Generation der aus dem Frauenberger Dienst aufgestiegenen Familie; das gleiche Bärenwappen stützt die Zuordnung. | Ein primärer Vater-Sohn-Beleg. Janker mahnt bei der Gleichsetzung zur Vorsicht. |
| 1588 | Johann Pernpeckh, Unterkienberg Nr. 4 | Vollhof von etwa 70 Tagwerk unter der Hofmark Weihenstephan; späterer Hofname Bernbäck/Brennbeck. Dies ist die stärkste institutionelle Verbindung zum Raum Freising. | Abstammung von der älteren Adelsfamilie. |
| 1588 | Georg Pernpeckh, Dörnbach Nr. 2 | Großer Vollhof von etwa 110 Tagwerk, damals als eigen ohne Grundherr bezeichnet. | Verhältnis zu Johann und zur älteren Georg-Linie. |
| um 1642 | Michael Bernböck, Hohenbuch Nr. 2 | Sicherer Ausgangspunkt der später verfolgbaren Hohenbucher Linie. Kiening vermutet eine Herkunft aus Unterkienberg, setzt aber ein Fragezeichen. | Die zwei Generationen zwischen 1588 und 1642. |
| 17./18. Jh. | Kaspar, Ulrich und Valentin in Hohenbuch | Die Hofnachfolge führt über mehrere Generationen bis Valentin Bärnbeck. | Einzelne Kirchenbuch- und Übergabedaten weiterhin am Original abgleichen. |
| 1800 | Valentin Bärnbeck nach Allershausen Nr. 6 | Durch Ehevertrag vom 17.11.1800 und Heirat mit Maria Niedermayr ist der Übergang Hohenbuch → Allershausen gesichert. | Keine Lücke mehr für diesen Abschnitt. |
Die Lücke ist jetzt klar begrenzt: Zwischen dem adeligen Jörg von 1507 und Johann/Georg von 1588 fehlen ungefähr drei Generationen; zwischen den Höfen von 1588 und Michael in Hohenbuch um 1642 ungefähr zwei. Die soziale Entwicklung vom ritterlichen Amtsträger zum großen Bauern ist nach Reinles Untersuchung historisch möglich, aber für diese Familie noch nicht urkundlich bewiesen.
Arbeitshypothese zur spätmittelalterlichen Familie
- Früher Horizont: Sigboto 1125 in Birnbach wahrscheinlich lokalisierbar, aber ohne beweisbare Stammfolge.
- Frühe Belege: Liebhard 1407, Christoph 1416, Wilhelm 1420/1425; Friedrich als Dingolfinger Pfleger innerhalb 1392–1429. Keine gesicherte Generationenfolge; Friedrich zu Hampersberg 1463 vorerst getrennt.
- Generation um 1420–1465: Christoph I. und sein ausdrücklich genannter Bruder Jobst; Hans und Valentin gehören in das enge Umfeld, ihr genauer Verwandtschaftsgrad bleibt offen.
- Nächste Generation: Christoph II. 1470/1476; Reinle ordnet auch Georg aus Freising und Valentin in eine Generationenfolge ein, ohne dass ein primärer Vater-Sohn-Beleg vorliegt.
- Späte weltliche Gruppe: Georg/Jörg auf Hampersberg, Voitshofen und Grempelstein, sein Sohn sowie Margaretha. Die Identitäten der gleichnamigen Personen sind noch zu trennen.
Die wiederkehrenden Räume Hohenburg–Haag–Gars–Hampersberg, Freising–Ingolstadt sowie Passau–Schärding–Engelszell bilden ein zusammenhängendes Wirkungsgebiet. Der halbe Bär verbindet die Personen heraldisch; die genaue Verwandtschaft bleibt zu beweisen.
Jüngere oberbayerische Bauernlinie
Die jüngsten Generationen sind zum Schutz persönlicher Daten in dieser öffentlichen Fassung nicht aufgeführt.
| Zeit | Person | Ort und Einordnung |
|---|---|---|
| 1588 | Johann und Georg Pernpeckh | Johann auf dem Weihenstephaner Vollhof Unterkienberg Nr. 4; Georg auf dem großen eigenen Hof Dörnbach Nr. 2. Noch nicht an Michael angeschlossen. |
| um 1620–vor 1671 | Michael Bernböck | Erwirbt um 1642 Hohenbuch Nr. 2 „Fähn“; Witwe Maria 1671 genannt. Frühester derzeit sicherer Anker der späteren Hohenbuch–Allershausener Linie. |
| um 1642–1758 | Kaspar, Ulrich, Valentin | Hofnachfolge in Hohenbuch; Valentin Bärnbeck wird am 13.02.1758 errechnet/geboren. |
| 1800–1826 | Valentin Bärnbeck | Heiratet am 26.11.1800 Maria Niedermayr und übernimmt Allershausen Nr. 6; † 22.06.1826. |
| 1706–1749 | Johann Bernböck | Walterskirchen; Ehevertrag 1706, Erbe 1726, Erbvergleich 1734, Nachlass 1749; Ehe mit Elisabeth Knittl. |
| * 26.06.1693 | Petrus Bernbeck (?) | Ehe mit Eva Vogl am 27.01.1733; Zuordnung zur direkten Linie unsicher. |
| * 1734, † 1826? | Johann Bernbeck (?) | GEDCOM-Hypothese; wahrscheinlich vermischte oder unbelegte Zuordnung. |
| * 1765 | Franz Xaver Bernböck | Walterskirchen; Vater unehelicher Kinder mit Ursula Bernbeck aus Kastenbuch. Das exakte Taufdatum ist in den Arbeitsunterlagen widersprüchlich (10.05./05.10.1765) und erneut am Original zu prüfen. |
| 1797/1802 | Ursula Bernbeck | 1797 als ledige Mutter belegt; heiratet 1802 Vitus Pitsch. |
| * 25.03.1797 | Franz Joseph Bernbeck | Schmiedhausen; unehelicher Sohn von Franz Xaver und Ursula. |
| * 04.12.1799, † 22.03.1850 | Joseph Bernbeck | Schmiedhausen/Schmiedberg; Bergmann und Häusler, Schmiedberg Nr. 22; Ehe 1823 mit Anna Maria Popp. |
| * 23.09.1824, † 15.08.1872 | Martin Bernbeck | Güntersdorf/Schweitenkirchen; Ehe mit Theresia Nett. |
| vor/um 1824 | Simon und Jakob Bernbeck | Nebenlinie Allershausen; Jakob ist als Sohn Simons genannt. |
| * 10.06.1860 | Alois Bernbeck | Sohn Martins und Theresia Netts. |
| * 04.05.1902 | Alois Bernbeck | Gründersdorf Nr. 6. |
| * 17.04.1924, † 1970 | Georg Bernbeck | Schweitenkirchen/München. |
Wichtig: Die ältere Adels-/Amtsträgergruppe und die Bauernlinie ab Michael Bernböck sind noch nicht genealogisch miteinander verbunden. Die Namensentwicklung ist plausibel, ersetzt aber keinen Abstammungsbeleg.
Quellenausschnitte: Johann Pernpeck und Pernspeck
Was Bild 2 tatsächlich überliefert: die ausdrückliche Namensgleichsetzung Pernspeck/Pernpeck, Rose und roten Bären als Wappen, den Dienst bei den Frauenbergern zu Haag, die Grablege in Gars, Wilhelm 1425 und 1430, Friedrich 1463, Christophs Ämter, Georg zu Voitshofen 1506, Margaretha sowie Georg und seinen gleichnamigen Sohn.
Quellenkritik: Der alte Druck schreibt „Hammersberg“; in unserer Ortszuordnung bleibt es Hampersberg. Seine Jahreszahl 1412 wird nicht ungeprüft übernommen (vgl. die Korrektur auf 1451 im Dossier). Die Satzstelle „war Pfleger zu Ried 1589“ kann sich nach dem Einschub über Margarethas Heirat auf Georg beziehen. „1589“ ist dann vermutlich ein Fehler für „1489“, passend zu seinem unabhängig belegten Rieder Amt 1487–1489. Der Druck bleibt unverändert wiedergegeben; Satzbezug und Jahreskorrektur sind eine begründete Deutung. Dieser Ausschnitt nennt lediglich eine Rose; die besondere Binnenzeichnung und eine mögliche Farbverwechslung werden anhand der gesonderten Wappenbeschreibung und der Grabdenkmäler untersucht.
Westliche Pernpach-Spur – getrennt von der Haager Herkunftshypothese
Oberbernbach bei Aichach wird mit Pernopah/Pernpach verbunden. Nach dem bislang herangezogenen Historischen Atlas waren dort im 13. Jahrhundert Pernbecke begütert; für 1315 wird die „letzte Pernbeckerin“ genannt. Historischer Atlas Aichach · Stadt Aichach: Stadtteile
Wilhelm Pernspeck erscheint 1420 im Aichacher Listenabschnitt und nach der Geschlechterbeschreibung 1430 beim Bündnis in Freising. Daraus ergibt sich eine prüfenswerte westliche Spur, keine bewiesene Wanderung oder Stammfolge Oberbernbach → Freising → Haag. Jankers Herkunftszuordnung zum Pernpeckhof bei Birnbach/Haag und der ältere Sigboto de Pernpach bleiben davon zu unterscheiden.
Belege – Text, Einordnung und Abbildungen
Die Ausschnitte lassen sich einzeln aufklappen. Alle Bilder sind in dieser Datei enthalten. Links führen nach Möglichkeit zur Buchseite; wo nur ein Ausschnitt oder ein früherer Volltextlink vorliegt, ist das ausdrücklich vermerkt. Diese Abschlussfassung dokumentiert den Gesprächsstand und ist keine erneute vollständige Prüfung aller älteren Quellen.
Georg und Valentin: übermittelte Lexikoneinträge
Wörtlicher Text aus dem Gespräch, keine nachträglich erfundene Buchseite. Der Eintrag verweist auf „Lieberich 1964“; vollständiger Lexikontitel, Seitenzahl und Direktlink fehlen noch. Abkürzungen und der abgebrochene Schluss sind kenntlich belassen.
Pernbeck, Georg, Rat, † 19. 6. 1503.
Aus Freising. 1472 Studium in Ingolstadt, 1475 in Wien. 1498 Rat Herzog Georgs des Reichen von Bayern-Landshut. 1495 Dompropst in Passau, Pfarrer in Schärding.
L Lieberich 1964. Ma
Pernbeck, Valentin, Rat, † 20. 4. 1485.
Aus Burghausen. 1444 Studium in Wien. 1460 Domherr in Passau, 1469 dort Domdekan. 1477 Domherr in Brixen. 1465–1468 Rat Herzog Ludwigs des Reichen von Bayern- [übermittelter Text bricht ab]
„Aus“ bezeichnet Herkunft, nicht zwingend den Geburtsort. Georgs und Valentins geistliche Laufbahnen sind von den weltlichen Georg/Jörg-Amtsträgern zu unterscheiden.
Friedrich: Pfleger zu Dingolfing innerhalb 1392–1429
Geschichte von Bayern, Band 6, Druckseite 173. Der Zeitraum gehört zur Ämterübersicht, nicht zur individuellen Amtsdauer.
Zugehöriger übermittelter Digitalisat-/Volltextlink
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Christoph: Pfleger zu Dingolfing 1438
Geschichte des Bairischen Herzogs Ludwig des Bärtigen zu Ingolstadt, sichtbare Druckseite 232. Vorheriger Abschnitt Kitzbühel: Anna Frauenbergerin, Pflegerin 1414 kraft Pfandbesitzes; kein Dingolfinger Eintrag. Direkte Buchseite noch nicht übermittelt.
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Wilhelm: älterer Vertrag 1416, Bestätigung 1420
Drei sichtbare Seiten, 45–47: gegenseitiger Rechtsschutz und Hilfeleistung; Hauptmann, Streitschlichtung, jährliche Zusammenkünfte, Aufnahme und Laufzeit. Der ältere Text nennt Freitag vor Pfingsten 1416 und fünfzehn Jahre; die anschließende Bestätigung zu Aichach 1420 reicht bis zum kommenden Freitag vor Pfingsten und vier weitere Jahre. 77 Siegel; Wilhelm Pernspeck im Abschnitt bei „Stat Aichach“. Briefanfang im Ausschnitt nicht enthalten.
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1461: Christoph Pernbeck und Lazarus Messenbeck
Landtags-Handlungen: Einleitung Druckseite 91, 26. April 1461, Landshut; dazu die nachfolgende Namensliste. Beide unter „Ritter und Knechte“. Einberufung belegt, nicht zwingend Anwesenheit oder individueller Ritterschlag. Die Namensliste ist nicht selbst Seite 91.
Zugehöriger übermittelter Digitalisat-/Volltextlink
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Valentin: Berufung wegen eines Eheversprechens, wohl 1479
Im Druck „1419“, zwischen 1478 und 1480: wahrscheinlich 1479. Anna Naterin und Barbara, Tochter Georg Fabris, gegen Johann Mayr aus Reicherdorf. „Matrimonium de futuro“ betrifft ein Versprechen künftiger Ehe. „Cui … detulit“ wird als Respektierung der Berufung bzw. Metropolitangewalt verstanden; keine präzise Amtsbestimmung Valentins. Vollständige Bibliografie und Direktlink fehlen.
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Krempelstein: Georg 1493 und die Messenbeck
Sekundärdarstellung: 1493 Georg Pernpeck, 1506 Seyfried Messenbeck, 1514–1532 Burghart Messenbeck. Fußnote 561 verweist auf Pillwein, Innkreis, S. 57. Die angeführte frühmittelalterliche Burgzuordnung wird im Text selbst als zweifelhaft behandelt und nicht auf unsere Familie übertragen. Titel und Direktlink der vorgelegten Seite fehlen.
Direktlink / Bibliografie noch zu ergänzen
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Georg: Neuhaus → Krempelstein 1495
Ergänzende historische Nachricht: Georg Pernpeck als Pfleger zum Neuhaus im Dienst Herzog Georgs von Bayern; lebenslange Pflege Krempelstein 1495. Die weiteren Personen des Ausschnitts sind separate Einträge. Direkte Fundstelle dieses Ausschnitts noch offen.
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1495: Georg und sein Sohn Georg; 100 rheinische Gulden
Urkundenabdruck mit expliziter Formulierung „sein Son Görig Pernnpeckh“. Lebenslange Pflege für Vater und Sohn; Sicherheit für 100 rheinische Gulden. Nach dem Tod beider Abtretung durch die Erben gegen Rückzahlung. Schluss auf S. 699: 1495, St. Dionysius; der folgende Papstbrief von 1496 ist ein neues Dokument. Im Abdruck Formen Permpeckhn, Pernnpeckh und Pernnpeckhen; Originalhandschrift noch nicht kontrolliert.
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Voitshofen und die strittige Jahreszahl 1589
Margarethas Ehe mit Burkhart Messenbeck zu Schwend ausdrücklich überliefert. „War Pfleger zu Ried 1589“ kann sich nach dem Einschub wieder auf Georg beziehen. Lesart 1489 statt 1589 durch unabhängige Rieder Pflegerliste gestützt, aber nicht stillschweigend als Drucktext auszugeben. Burgharts Gleichsetzung mit dem Krempelsteiner Burghüter ist sehr wahrscheinlich, noch nicht zweifelsfrei belegt.
Zugehöriger übermittelter Digitalisat-/Volltextlink
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1579: Hieronymus Pernpeck, Richter zu Eisenhofen
25. Juli 1579 nach der gedruckten Liste. Eisenhofen: bischöflich-freisingische Pflege, zur Veröffentlichungszeit Landgericht Dachau. Amtssitz Eisenhofen; keine bloße Nennung eines Richters in Dachau. Direkte Fundstelle noch offen.
Direktlink / Bibliografie noch zu ergänzen
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Pernbeck und die Lesung Bernsbeck
„Pernbeck, Bernsbeck, zum Hammersberg am Inn, Grafschaft Haag.“ Bernsbeck ist die Lesung des vorgelegten Druckausschnitts; bei weiterer Recherche am hochauflösenden Scan kontrollieren. Ortszuordnung Hampersberg. Kein Nachweis dieser Schreibungen in einer mittelalterlichen Originalurkunde.
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Namensformen und heraldische Neubewertung
| Form | Bewertung | Konsequenz für die Suche |
|---|---|---|
| Pernspeck | Urkundlich und in der heraldischen Literatur belegt; Wilhelm siegelt 1420. Eine Wappenbeschreibung nennt im gespaltenen Schild eine Rose in verwechselten Tinkturen. | Als eigene Hauptsuchform neben Pernpeck verwenden. |
| Pernpeck, Pernpeckh, Perenpeck, Bernpeck, Bernbeck | Belegte historische beziehungsweise spätere Schreibungen derselben Namensgruppe. | P/B sowie Endungen -peck, -speck, -peckh und -beck systematisch variieren. |
| Permpeckh / Permpeckhn; Pernnpeckh / Pernnpeckhen | Im Abdruck von 1495 für denselben Georg; editorische Druckformen, nicht bereits am Original überprüfte Handschriftenlesungen. | Urkundenabdruck – auch flektierte Endungen suchen. |
| Pernbeck; Bernsbeck | Pernbeck mehrfach im Druck; Bernsbeck als Lesung des vorgelegten Ausschnitts mit Hampersberg/Haag. | Namensausschnitt – hochauflösende Kontrolle der zweiten Form sinnvoll. |
| Pranpeck | Die Lesung „Hanns Pranpeck zu Paunzhausen“ stammt bislang aus einer Druckausgabe von 1862. Das Original wurde noch nicht eingesehen. | Nur als vorläufige Editionslesung führen; Original im Schlossarchiv Au beziehungsweise Staatsarchiv Landshut prüfen. |
| Brennbeck | Kann eine jüngere Hofnamen- oder Transkriptionsform sein. Eine Gleichsetzung mit der Ritterfamilie ist nicht bewiesen. | Treffer immer am Originalbild kontrollieren. |
| Perneck | Bezeichnet meist ein anderes, steirisches Geschlecht mit heraldischem Panther. | Nicht automatisch der Pernspeck-Gruppe zurechnen. |
Bild 2: historischer Pernspeck-Abschnitt
Rose: Besonders wichtig sind die Details: Die unterschiedliche Ausarbeitung der Blütenblätter setzt sich im Mittelpunkt der Rose fort. Die Beschreibung „im gespaltenen Schild eine Rose (verwechselter Tinctur?)“ und die Namensgleichsetzung „Pernspeck, alias Pernpeck“ bilden die Vergleichsgrundlage. Farben lassen sich aus dem Stein nicht sicher bestimmen; das Fragezeichen der gedruckten Beschreibung bleibt erhalten. Der Siebmacher-Hinweis und die sichtbare Teilung sprechen dafür, dass die gespaltene beziehungsweise farbverwechselte Rose selbst zum Pernspeck-Wappenbestand gehört. Sie darf daher nicht mehr ohne Weiteres als mütterliches Wappen gedeutet werden.
Katze: Die Katzbeck/Katzenbeck führten nach der heraldischen Überlieferung eine sitzende Katze mit einer Maus im Maul. Das ist gegenwärtig die stärkste Vergleichsspur für Christophs drittes Wappen. Ohne Heiratsurkunde, Ahnenprobe oder eindeutig lesbare Beischrift bleibt die Zuordnung eine begründete Hypothese.
Jörgs Epitaph in Engelszell – Ziel für einen Ausflug
Fotografisches Forschungsziel: Den Schild vollständig und besonders den Bereich unten links aus Betrachtersicht aufnehmen. Frank vermutet dort eine Rose. Gesamtaufnahme und Detailaufnahmen bei unterschiedlichen Lichteinfallswinkeln sollen Relief, Schatten und mögliche Beschädigungen unterscheidbar machen. Bis dahin wird die Rose bei Jörg ausdrücklich nur als Beobachtung geführt.
Ja: Der Grabstein Jörgs Pernpeck, † 1. Juni 1516, wird für das Stift Engelszell in Engelhartszell überliefert. Die ältere kunsthistorische Abbildung bezeichnet ihn ausdrücklich als „Grabstein des Jörg Pernpeck, † 1516, in Engelszell“. Der Nekrolog nennt seine Bestattung mit seinem Sohn im Kreuzgang (sepultus cum filio suo in ambitu).
Vor der Fahrt sollte die Stiftspforte bestätigen, ob der Stein heute noch am ursprünglichen Ort zugänglich ist und ob Fotografieren gestattet wird. Anschrift: Stiftstraße 6, 4090 Engelhartszell an der Donau; Telefon +43 7717 8010; E-Mail pforte@stift-engelszell.at.
Veröffentlichung und interessierte Leserkreise
Das Material eignet sich am besten für eine zweigleisige Veröffentlichung: diese reich bebilderte HTML-Fassung als frei zugängliches Forschungsdossier und zusätzlich ein kürzerer, streng belegter Fachaufsatz. Der Aufsatz sollte sich zunächst auf die sichersten Ergebnisse konzentrieren: Namensform Pernspeck, Wappen Bär/Rose, Christoph–Georg–Jörg, Engelszell und die offenen Verwandtschaftsfragen.
| Priorität | Publikationsort | Warum passend |
|---|---|---|
| 1 | Blätter des Bayerischen Landesvereins für Familienkunde | Beste Gesamtpassung für Genealogie, Namensvarianten, Quellenkunde und Heraldik. |
| 2 | Oberbayerisches Archiv | Passend für Hampersberg, Haag, Freising, Frauenberger und den bayerischen Niederadel. |
| 3 | Sammelblatt des Historischen Vereins Freising | Besonders geeignet, sobald die Freising–Paunzhausen–Allershausen-Brücke stärker belegt ist. |
| 4 | Passauer Jahrbuch | Ideal für Georg als Dompropst, Jörg in Engelszell und das passauisch-oberösterreichische Netzwerk. |
Interessiert sein dürften außerdem das Haager Museum, das Stift Engelszell, das Bistumsarchiv Passau, das Diözesanarchiv Freising, lokale Geschichtsvereine in Aichach, Haag, Freising und Passau, Heraldiker sowie andere Bernbeck/Pernpeck-Familienforscher.
Suchvarianten für bavarikon
Die offizielle Expertensuchhilfe dokumentiert OR in Großbuchstaben für alternative Suchbegriffe. Kommas ersetzen diese Verknüpfung nicht. Suchhilfe
Pernspeck OR Pernpeck OR Pernpeckh OR Pernpeckhn OR Pernpeckhen OR Pernnpeck OR Pernnpeckh OR Pernnpeckhen OR Permpeck OR Permpeckh OR Permpeckhn OR Pernbeck OR Perenpeck OR Bernpeck OR Bernbeck OR Bernsbeck OR Bernböck OR Bernböckh OR Pernböck OR Pernböckh OR Bärnbeck
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Separat und ohne genealogische Gleichsetzung suchen:
Pernpach OR Pernbach OR Pernbecke OR Pranpeck OR Prannbeck OR Pranbeck OR Brennbeck OR Bernbäck OR Perneck OR Pernneck
Quellen und direkte Fundstellen
- Friedrich: Pfleger zu Dingolfing innerhalb 1392–1429 · Digitalisat/Volltext
- Christoph: Pfleger zu Dingolfing 1438 · Original-URL noch offen
- Wilhelm: älterer Vertrag 1416, Bestätigung 1420 · Digitalisat/Volltext
- 1461: Christoph Pernbeck und Lazarus Messenbeck · Digitalisat/Volltext
- Valentin: Berufung wegen eines Eheversprechens, wohl 1479 · Original-URL noch offen
- Krempelstein: Georg 1493 und die Messenbeck · Original-URL noch offen
- Georg: Neuhaus → Krempelstein 1495 · Original-URL noch offen
- 1495: Georg und sein Sohn Georg; 100 rheinische Gulden · Digitalisat/Volltext
- Voitshofen und die strittige Jahreszahl 1589 · Digitalisat/Volltext
- 1579: Hieronymus Pernpeck, Richter zu Eisenhofen · Original-URL noch offen
- Pernbeck und die Lesung Bernsbeck · Original-URL noch offen
- Lexikoneinträge Georg und Valentin
- Johann Pernpeck 1450: Marktl, Richter/Mautner – direkte Buchseite · Bild 1
- Bild 2: historischer Pernspeck-Abschnitt · Namensgleichsetzung und ältere Familiennachrichten
- Bavarikon: Grabstein Christoph Perenpeck in Gars, † 1463
- Bavarikon: Verkauf des Gerntalerguts durch Cristoff Pernpeck zum Hampersperg, 11.10.1476
- Dehio: Epitaph für Christoph Pernpeck in Gars
- Oberdeutsche Personendatenbank: Bernbeck, Georg (Freising)
- Philipp Maria Halm: Joerg Gartner, 1907 – Jörg Pernpecks Grabstein, Engelszell (direkte Bildseite)
- Philipp Maria Halm: Joerg Gartner, 1907 – Georg Pernpecks Grabstein, Passau (direkte Bildseite)
- Die Kunstdenkmäler von Bayern: Grabstein des Dompropstes Georg Pernpeck, † 1503
- Karl Eder: Jörg Pernpeck zu Hampfersberg stiftet ein Erbbegräbnis in Engelszell
- Karl Eder: Georg Pernpeck 1497 als Dompropst und Pfarrer von Steinerkirchen
- Oberösterreichisches Landesarchiv: Christoph Pernpeck als Siegler 1451
- Oberbergkirchen: „Maister Georgius Pernpeck“ als Kirchherr 1486
- Sammlung historischer Schriften und Urkunden: frühe Pernpeck-Nachrichten und halber Bär
- Sammlung historischer Schriften und Urkunden, Pernspeck-Abschnitt: Georg zu Voitshofen, Tochter Margaretha sowie Georg und sein Sohn
- Engelszeller Überlieferung: Jörg Pernpeck † 1516 und Nekrologeintrag „sepultus cum filio suo“
- Oberbayerisches Archiv: Registerfund Johann Pernpeck 1450
- Georg Pernpeck 1487–1489: bisheriger Fundstellenlink; Amt als Pfleger zu Ried im beigefügten Druckausschnitt belegt
- Pfarre Kallham: Georg Pernbeck unter den Passauer Dompröpsten
- Stephan M. Janker: Grafschaft Haag, Historischer Atlas von Bayern I/59, besonders S. 184–186 und 254–257
- Christine Reinle: Wappengenossen und Landleute – Pernbeck als Fallbeispiel des bayerischen Niederadels
- Volker von Volckamer: Das Landgericht Pfaffenhofen und das Pfleggericht Wolnzach – ältere Pernbach-Orte
- Historisches Lexikon Bayerns: Straubinger Erbfall 1425–1429 und Bayerischer Krieg
- Historisches Lexikon Bayerns: Hussitenkriege und Auswirkungen auf Bayern
- Historisches Lexikon Bayerns: Teilherzogtümer und Landshuter Erbfolgekrieg
- Kiening: Bernbeck/Pernpeck-Orts- und Hofregister
- Bavarikon: Jörg Frauenberger zu Hohenburg überträgt 1407 Vogtei und Weingült an Kloster Gars
- Sammelblatt des Historischen Vereins Freising: Frauenberger und die Pflege Kranzberg
- Historische Quellensammlung: Frauenberger Erwerbungen in Massenhausen/Teising sowie weitere Besitznachrichten
- Siebmacher, II. Teil, Tafel 66: Wappen „Bernbecken“
- Urkunde von 1420: Wilhelm Pernspeck unter den Sieglern aus Aichach
- Burgholzers Bayerische Geschichtskarte: Pernspeck 1420
- Urkunden aus dem Schlossarchiv Au, Druck 1862: Editionslesung „Pranpeck“
- Archivischer Zugang zum Schlossarchiv Au für die Kontrolle des Originals
- Heraldische Studie zum Katzbeck/Katzenbeck-Wappen: Katze mit Maus
- Vergleichsbeleg Perneck: steirischer Panther, nicht Pernspeck-Bär
- Stift Engelszell: offizielle Website und Besuchsinformationen
- Blätter des Bayerischen Landesvereins für Familienkunde
- Oberbayerisches Archiv: Kontakt zur Schriftleitung
- Historischer Verein Freising: wissenschaftliche Publikationen
- Passauer Jahrbuch: Veröffentlichungsprofil
Zusätzliche Archivhinweise im Forschungsprojekt: BayHStA Hochstift Passau Urkunden; Kloster Baumburg Urkunden; Stadtarchiv Wasserburg; Steuerbuch 175 des Gerichts Kranzberg; Pfarrbücher Walterskirchen, Schweitenkirchen und Umgebung.
Offene Forschungsfragen
- Welcher Georg von 1495 ist der 1516 bestattete Jörg? Welche Ämter gehören dem Vater, welche dem Sohn?
- Findet sich „zu Schwend“ oder Margaretha bei Burghart Messenbeck auf Krempelstein?
- Wie ist Lazarus Messenbeck von 1461 mit Seyfried und Burghart verwandt?
- Fehlende Direktlinks und vollständige Bibliografien der neuen Ausschnitte ergänzen; nicht mit geprüften Originalurkunden verwechseln.
- Valentins Begräbnisort nach dem nun überlieferten Todesdatum 20.04.1485 suchen.
- Welche konkrete Beziehung bestand zwischen Christoph I., Christoph II., Valentin, Georg aus Freising und Jörg zu Hampersberg?
- Ist Jörg † 1516 der ältere Georg von 1495, dessen Sohn oder mit Georg zu Voitshofen identisch?
- Ist Margaretha eine Tochter Jörgs † 1516 oder gehört Georg zu Voitshofen zu einer anderen Pernpeck-Linie?
- Lässt sich die detaillierte Übereinstimmung des Rosenwappens mit der Pernspeck-Beschreibung weiter absichern, und gehört das Katzenwappen zu Katzbeck/Katzenbeck?
- Lässt sich die Freisinger/Hampersberger Gruppe über Höfe, Lehen oder Klosterliteralien mit Unterkienberg, Dörnbach und Hohenbuch verbinden?
- Verwalteten Pernpecken Frauenberger Besitz in Hohenburg, Haag, Kranzberg oder Massenhausen, und existieren hierzu Bestallungs-, Lehens- oder Rechnungsbücher?
- Gab es einen Frauenberger Einzelhof oder ein Unterlehen bei Allershausen oder Paunzhausen, das an einen Pernpeck ausgegeben wurde?
- Welche zusätzlichen Treffer liefern die Schreibweisen Pernspeck, Pernneck, Perenpeck, Pernpeckh, Pranpeck, Brennbeck, Pernböck und Bernböck, und welche davon beruhen nur auf modernen Lesungen?
Abschlussstand · 30. August 2026
Neu gesichert im vorgelegten Material: Friedrich als Dingolfinger Pfleger innerhalb 1392–1429; Christoph als Pfleger 1438; Christoph und Lazarus Messenbeck in der Einberufungsliste 1461; Georg in Ried 1487–1489; Georg und Sohn Georg ausdrücklich im Urkundenabdruck 1495; Hieronymus als Richter in Eisenhofen 1579. Neue Lexikondaten: Wien 1475 für Georg, Burghausen/Brixen und † 20.04.1485 für Valentin.
Die wichtigste offene Identitätsfrage: Ried 1487–1489, Krempelstein 1493/1495, Voitshofen 1506 und Jörg † 1516 können zusammenhängen, dürfen aber angesichts des Vater-Sohn-Paares nicht ungeprüft auf einen einzigen Georg verteilt werden. Margarethas Ehe ist überliefert; ihr Mann ist sehr wahrscheinlich der Burghart Messenbeck auf Krempelstein 1514–1532. Der Dompropst † 1503 bleibt getrennt.
Die wichtigsten Lesekorrekturen: 1416/1420 im Bündnisbrief unterscheiden; 1419 bei Valentin wohl 1479; 1589 in der Geschlechterbeschreibung vermutlich 1489 mit möglichem Bezug auf Georg; beide letzten Korrekturen ausdrücklich als Deutungen führen.
Die vermeintliche Jahreszahl 1412 ist widerlegt. Sie beruht auf einer falschen Datierung der königlichen Hofmarkbestätigung von 1451. Die sichere spätere Familie beginnt mit Liebhard 1407 und Christoph 1416. Ihr Name stammt nach der derzeit stärksten Ortszuordnung vom Pernpeckhof in Birnbach nahe Haag; Sigboto von Pernpach 1125 könnte dorthin gehören, doch eine Stammfolge ist nicht bewiesen.
Das stärkste verbindende Merkmal ist der halbe Bär. Er erscheint am Grabdenkmal Christophs, im Siegel des Christoph von 1476, am Grabstein des Freisinger Dompropstes Georg von 1503 und bei Jörg von 1516. Die gespaltene beziehungsweise farbverwechselte Rose ist nach dem neuen Pernspeck-Wappennachweis wahrscheinlich ebenfalls familieneigen. Für die Katze besteht mit Katzbeck/Katzenbeck nun eine konkrete heraldische Spur, aber noch kein genealogischer Beweis.
Georg aus Freising und Jörg zu Hampersberg sind verschiedene Personen. Der Geistliche starb 1503, Jörg erst 1516. Die Nachrichten über Georg und seinen Sohn 1495, Georg zu Voitshofen 1506, Jörg mit seinem Sohn sowie Margaretha als Tochter eines Georg könnten zu einer weltlichen Seitenlinie gehören, ergeben aber noch keinen bewiesenen Stammbaum.
Das Frauenberger Dienstverhältnis ist jetzt belegt. Die Pernpecken gehörten zur ritterlichen Gefolgschaft, waren mit Hampersberg verbunden und dienten als Pfleger, Richter, Zöllner und politische Vertreter. Ihre Tätigkeit fällt in den Bayerischen Krieg, den Straubinger Erbfall, die Hussitenkriege, den Ausbau Haags gegenüber den Wittelsbachern und den Landshuter Erbfolgekrieg. Eine persönliche Kampfteilnahme ist bislang bei keinem Pernpeck ausdrücklich nachgewiesen.
Die Freising–Allershausen-Brücke besteht aus mehreren festen Pfeilern. 1455 ist eine Ehe eines Pernpeck mit einer Tochter Dietrich Furtarars in einer Freisinger Urkunde belegt; Georg aus Freising trägt dasselbe Wappen; 1588 bewirtschaftet Johann Pernpeckh einen Weihenstephaner Hof in Unterkienberg. Michael Bernböck sitzt um 1642 in Hohenbuch, und Valentin Bärnbeck gelangt 1800 urkundlich gesichert nach Allershausen. Offen bleiben ungefähr drei Generationen von 1507 bis 1588 und zwei weitere bis Michael.